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Letzte Bearbeitung
01.12.2009

 

 

 

 

 

Ölunfall in den Holtenauer Kanal Schleusen

Zum Glück nur eine Übung, hier das Szenario:

Am 16.05.2009 ereignete sich um ca. 4 Uhr ein Ölunfall in der Südkammer der alten Schleuse in Kiel Holtenau.

Ein Containerschiff hat während der Ausschleusung in die Kieler Förde wegen einer technischen Störung der Magnetschließventile mehr als 4000 Liter dickflüssiges Bilgenöl aus einem seiner Sloptanks außenbords gepumpt. Ein geschlossener Ölteppich bildete sich im gesamten Schleusenbereich aus. Damit möglichst viel Öl in der Schleusenkammer zurückgehalten kann, wird das geöffnete Schleusentor sofort geschlossen. Die Schleusenkammer ist sofort gesperrt worden, ein weiteres Schiff befindet sich zum Zeitpunkt des Unfalls nicht in der Schleuse. Aufgrund leichter südwestlicher Winde droht das Öl das in die Kieler Förde entweichen konnte, zunehmend in die offene See zu verdriften.

Der von der Schleusenmannschaft sofort alarmierte Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig Holstein (LKN) alarmiert seinerseits die ihm unterstehenden Ölwehren des Landes aus der näheren Umgebung  und als Führungsmittel - und unterstützung die Fachgruppe Führung und Kommunikation (Fgr FK) des THW Ortsverbandes Flensburg.

Um ca. 6.30 Uhr trifft die Fachgruppe FK in Kiel ein und baut auf einem Parkplatz unmittelbar neben den Schleusen die Führungsstelle auf.

Kurz darauf treffen auch weitere Einsatzkräfte an der Unglücksstelle ein.

Herr Kaule vom LKN übernimmt die Einsatzleitung und verteilt die Aufgaben an die angerückten Einheiten.

Teilgenommen haben:

THW OV Flensburg : Fachgruppe FK

THW OV Rendsburg:  Ölsperren und Mopmaticwringer

FF Eckernförde: Ölsperren

FF Rendsburg : Ölsperren, Ölwehrboot "Florian"

BF Kiel: Ölsperren, Mehrzweckboot, Feuerlösch- und Ölbekämpfungsschiff "Kiel"

Fa. Stallzus: Ölaufnahmeschiff "Foline II", Vakuumskimmer

FF Kiel Russee: Verpflegung

Ablauf der Ölbekämpfung:

Die BF Kiel brachte im Bereich der Schleuse hinter dem fiktiven Havaristen eine Ölsperre aus um das ausgetretene, noch  in der Schleuse befindliche Öl zusammenzuziehen. Dort brachte der OV Rendsburg dann seinen Mopmaticwringer in Stellung um das Öl aufzunehmen. Nachdem das Öl in der Schleuse eingedämmt war konnte der Havarist die Schleuse verlassen und das Ölaufnahmeschiff "Foline II" konnte in die Schleuse einlaufen und dort den Vakuumskimmer zum Einsatz bringen um den OV Rendsburg bie der Ölaufnahme zu unterstützen. Gleichzeitig konnte das durch den Mopmaticwringer aufgenommene Ölgemisch in die Foline II entsorgt werden.

Der Bereich vor den Schleusen, der Sportboothafen und die Schonerbrücke wurden komplett mit Ölsperren abgeriegelt um den Bereich vor Verschmutzung durch das Öl zu schützen. Diese Aufgabe übernahmen die Einsatzkräfte der Feuerwehren und das THW in Teamarbeit.

Zum "Einfangen" des driftenden Ölteppichs wurde mit den Ölsperren eine "U-Formation" gebildet. Zum aufnehmen des eingefangenen Öles legte sich das Feuerlösch- und Ölbekämpfungsschiff "Kiel"  dann hinter die "U-Formation" wo aus der Mittigen Öffnung zwischen den Ölsperren das eingedämmte Öl austrat und dann mittels des ausgeschwenkten Lamor Systems der Kiel aufgenommen werden konnte.

Um 12 Uhr wurde die Übung, nachdem alle geplanten Aufgaben erfüllt worden waren, mit einer Abschlussbesprechung beendet.

Wieder einmal hat sich gezeigt, wie wichtig diese Übungen sind um auf eine hoffentlich nie eintretenden Ernstfall vorbereitet zu sein.

 

Zum Bericht in den Kieler Nachrichten: 

Zum Bericht des THW Länderverbandes

 

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