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Ölwehrübung in Eckernförde Am Morgen des 30.Septembers hieß es für die Helfer der Fachgruppe Führung und Kommunikation aus Flensburg wieder einmal "Früh aufstehen", denn es ging diesmal zu einer Ölwehrübung nach Eckernförde. Dienstbeginn war um 5 Uhr und um 6:30 Uhr wurde schon der Einsatzraum in Eckernförde erkundet, nachdem auf dem Festplatz am Kakabellenweg ein Bereitstellungsraum mit Meldekopf eingerichtet wurde, in dem die angeforderten Einsatzkräfte nach und nach eintrafen. Dort wurden auch mehrere Zelte für die Verpflegung der Einsatzkräfte durch die Fachgruppe LogV des Ortsverbandes Sörup aufgebaut. Die Suche nach einen geeigneten Aufbauplatz für die Einsatzleitung war nicht so einfach, da durch Baumaßnahmen im Hafenbereich ein großer Bereich gesperrt war. Wir aber nutzten letztendlich diese Situation und stellten unsere Führungsstelle ebenfalls in den Baustellenbereich. So hatten wir die optimale Verbindung zum Einsatzgebiet. Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Herrn Kaule vom Staatlichen Umweltamt Kiel (StUA) im Bereitstellungsraum, erfolgte anschließend für die Führungskräfte eine Einweisung in die Lage in der Einsatzleitung am Hafen. Nachdem den einzelnen Organisationen die Aufgaben zugewiesen wurden, konnten die jeweiligen Führungskräfte die benötigten Einheiten aus dem Bereitstellungsraum abrufen. Die Einsatzleitung hatte dabei Herr Kaule vom StUA Kiel. Dabei hatte die Fachgruppe Führung und Kommunikation die Aufgabe, den Einsatz als Führungsstelle mit Stab zu koordinieren.
Das Übungszenario: Im Hafenzufahrtsbereich – Kommunalhafen
Eckernförde – kommt es zu einer schweren Schiffskollision zwischen einem
auslaufenden Tankmotorschiff (TMS) und einem einlaufenden Küstenmotorschiff (KüMo). Das Küstenmotorschiff kann unbeschadet seine Fahrt in den Kommunalhafen
fortsetzen. Der Übungsablauf
Die WSP Flensburg setzt das Staatliche Umweltamt Kiel (StUA) über die Gewässerverunreinigung in Folge einer Schiffshavarie in Kenntnis und alarmiert zeitgleich die Ölwehr (FF) Eckernförde.
Angenommen wird, dass bisher mehrere Kubikmeter Öl ausgetreten sind und aufgrund südöstlicher Winde in Richtung Eckernförder Kommunalhafen verdriften. Die FF Eckernförde soll eine Quersperrung der Hafenzufahrt vor der Schiffsbrücke Höhe „Eishaus“ mit Ölsperren einleiten. Die Schließung der Hafenzufahrt verhindert ein mögliches Verdriften von Öl in den Kommunalhafen.
Aufgrund der großen Mengen Öl an Bord des Bunkerschiffes kann sich die Havarie durchaus zu einem „Komplexen-Schadstoff-Unfall“ (KSU – Fall, ³ 5 m3 ) ausweiten. Das Havariekommando in Cuxhaven ist daher durch das StUA Kiel zu benachrichtigen. Außerdem alarmiert das StUA über die Kreisleitstelle des Kreises RD und der Leitstelle der BF Kiel zusätzlich die Ölwehren (FF) Rendsburg, THW-OV Rendsburg, THW-OV Eckernförde und THW-OV Kiel und fordert das Ölbekämpfungsschiff „STINT“ der Fa. Feldmann, Lübeck (Ölwehr 40) an.
Der Havarist wird von der Ölwehr (FF) Rendsburg eingeschlängelt, um eine weitläufige Ausbreitung des Öls einzudämmen.
Durch das Auslegen einer Ölsperre vor die Einfahrt des „Neuen Yachthafens“ durch das THW Rendsburg wird eine Ölverunreinigung in diesem Bereich weitgehend verhindert. Die vom THW-OV Rendsburg und THW-OV Kiel auf der Hafenmole eingesetzten Mopmatikwringer sollen verdriftetes und angestautes Öl aus dem Hafeneinfahrtsbereich aufnehmen. Die vom THW-OV Kiel zum Einsatz gebrachte Prachtpumpe mit Trogskimmer hat die Aufgabe, die Ölaufnahme weitgehend zu unterstützten.
Taucher der FF Eckernförde versuchen das Leck des Havaristen abzudichten.
Um den in der Eckernförder Bucht - in Richtung Hafen - schwimmenden Ölteppich einzufangen, werden aus 200 m Sperren eine U-Formation gebildet. Geschleppt werden die Enden der Sperren durch die Ölwehrboote „Kadeker“ der FF Eckernförde und „Florian“ der FF Rendsburg. Hinter der Sperrenformation positioniert sich das Ölauffangschiff „Stint“, um das eingefangene und wieder durch eine Öffnung hindurch ausströmende Öl, aufzunehmen.
Ein Hägglundsfahrzeug wird zur Unterstützung der Ölbekämpfung von einem befahrbaren Küstenbereich aus an den als unzugänglich simulierten Strandabschnitt– nördlich des Kurstrandes – transportiert und an Land gesetzt.
Das StUA Kiel als Sonderordnungsbehörde des Landes Schleswig-Holstein und zuständige Wasserbehörde für Gewässer 1. Ordnung steuert den Einsatz der o.g. Einsatzkräfte und die Durchführung der Bekämpfungsmaßnahmen vor Ort mit Hilfe eines THW - Stabes.
Die Einsatzleitung wird im Hafenbereich des Eckernförder Kommunalhafens eingerichtet. · Einsatzleitung StUA Kiel · hierzu fordert der Einsatzleiter die Fachgruppe Führung und Kommunikation an, um den Einsatz als Führungsstelle mit Stab zu koordinieren und die Kommunikation sicherzustellen.
Übungsteilnehmer THW OV Sörup THW-OV Flensburg · Fertigkeitsübung für die Ölwehren (FF) Eckernförde und (FF) Rendsburg und für die Ölwehren des THW-OV Rendsburg, THW-OV Kiel, THW-OV Eckernförde mit Ölwehrbooten, Ölsperren und Ölaufnahmetechnik sowie eines Ölbekämpfungsschiffes · Ausbringen von Ölsperren zwecks Quersperrung des Hafens, Absperren des Segelhafens sowie Einschlängeln des Havaristen · Einfangen des Ölteppichs durch Fahren einer U-Formation (paralleles Ziehen von Sperren durch zwei Ölwehrboote) sowie Ölaufnahme durch ein Ölbekämpfungsboot · Übernahme eines Hägglunds auf das Landungsboot vom Strand aus · Leckabdichtung des Havaristen durch Tauchereinsatz · Zusammenspiel zwischen der FüKom und den zu führenden Einheiten und den Einheiten untereinander sowie das Zusammenspiel zwischen einer zentralen Stabsleitung des THW (FüKom) und der Einsatzleitung (ELO – StUA)
Zum Bericht in den Kieler Nachrichten
Zum Bericht und den Fotos der FF Eckernförde
Zum Bericht der Eckernförder Zeitung
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